OUR WORK

Über unsere Arbeit

Kunst im sozialen Raum, Kunst im öffentlichen Raum, öffentliche Kunst – das sind Bezeichnungen, die wir auf unsere Arbeit beziehen, wenn auch keines dieser Label unser künstlerisches Vorhaben ganz zutreffend beschreiben kann. Der Kern unserer Arbeit ist der Versuch, Kunst als ein „Instrument“ für das tägliche Leben einzusetzen, als eine Möglichkeit des täglichen Leben-Verstehen-Wollens.
Unsere bevorzugten Medien und Mittel dafür sind Fotografie und Video, die als Bilder für sich stehen, die wir aber auch für räumliche Installationen und Raumtransformationen einsetzen. Diese erarbeiten wir kontextbezogen und nehmen auf vorhandene und neue Elemente Bezug - manchmal geht unsere Arbeit auch ins Performative über.

Der öffentlichen Charakter von Kunst kann Kommunikation an nicht vorgesehenen Stellen ermöglichen und kann temporäre Kommunikationsräume zwischen Gruppen herstellen, die im Alltag wenig miteinander zu tun haben. Diese Möglichkeiten sehen wir in der üblichen Kunstausübung in Museen, Galerien, Versteigerungen etc. aber nicht genügend genützt, da die Kunstinstitutionen im allgemeinen (häufig als elitär empfundene) Einrichtungen des Establishments sind.
Wollen wir uns mit Personen auseinandersetzen, die nicht zum üblichen Vernissagenpublikum zählen, müssen wir Interesse für ihre Lebenszusammenhänge zeigen.
Mit einem Wort vertreten wir eine nicht-elitäre Auffassung was die Orte und AnsprechpartnerInnen und das Recht unmittelbar mitzureden betrifft.
Sehr wohl sind aber die Wahl der Mittel, die theoretischen Überlegungen und die Kenntnis der Geschichte dieser Kunstströmungen elitär – in einem ganz ähnlichen Sinn, wie komplexe Spielregeln im Sport (Abseitsregel im Fußball etwa oder das Zählsystem im Tennis) elitär sind. Kunstrichtungen, die sich aus den vorgesehenen Räumen wagen, sind aber außerhalb des „white cube“ mit dem komplexen und unkalkulierbaren Terrain des sozialen Raums konfrontiert. Das bedeutet neue Spielregeln für Kunst, die nie absolut, sondern immer nur relational festzumachen sind. Um diese Thematik ging es in dem von uns veranstalteten internationalen Symposium „Dual Commitment“ (http://www.dualcommitment.net).
Der titelgebende Begriff lässt sich auch als Leitthema unserer eigenen Arbeit verstehen: als Versuch zwei unterschiedliche Felder mit unserer Arbeit zu erreichen. Das Kunstfeld und andere soziale Realitäten, wie zum Beispiel in unserem Projekt „COMPANY. Arbeiten in Berndorf“ den Arbeitsalltag in einem Industriebetrieb.



Photo: Zobl Schneider