station 2: gürtel, 1997 (trans wien)
Der Wiener Gürtel, eine Hauptverkehrsader der Stadt, und seine räumlichen, verkehrstechnischen und sozialen Eigenschaften waren Ort und Thema für eine 14-tägige Kunst/Kommunikationsstation von trans wien (die transdisziplinäre KünstlerInnengruppe trans wien wurde 1996 von Moni K. Huber, Manfred Steiner, Wolfgang Schneider und Beatrix Zobl gegründet und 2001 wieder aufgelöst). Ähnlich unserer ersten Arbeit, station 1: yppenplatz (1996), bestand station 2: gürtel im wesentlichen darin, KünstlerInnen verschiedener Arbeitsweisen zu temporären Eingriffen entlang der Stadtbahnlinie U6 einzuladen. Einzige Bedingung für die Teilnahme an dem Projekt war, dass sich die jeweiligen Arbeiten auf das spezifische Umfeld beziehen sollten. Dieses wird für gewöhnlich mit Begriffen wie „Rotlichtviertel“, „Verkehrshölle“, „hoher Ausländer-Anteil“ etc. problematisiert und wurde nicht zuletzt über dieses Image EU-Fördergebiet. trans wien ergänzte das frisch entstandene Kunstfeld mit Aktionen und Eingriffen. Kommunikative Prozesse und der Versuch, durch Zusammenführung verschiedenster Sichtweisen neue Aspekte und Chancen des Gürtels sichtbar zu machen, standen bei station 2: gürtel im Vordergrund. Gäste: Michael Bromstingl, Lucas Horvath, Hüseyin Isik, Andreas Leikauf, Elizabeth McGlynn, Heidi Milka, Michelle Teran, Päivi Vähälä u.a.
Photo: trans wien