wienstation, 2000 (trans wien)
Die wienstation wurde im Mai 2000 als Arbeits- und Kommunikationsraum für öffentliche Kunst eröffnet und befindet sich in einem Brückenbogen unter der von Otto Wagner geplanten Stadtbahn (heute U6). Diese Bögen wurden im Rahmen der Gürtelsanierung mit EU-Geldern revitalisiert und erhielten einheitliche Fassaden nach einem Konzept der Architektin Silja Tillner. In Nachfolge des klassischen KünstlerInnen-Ateliers ist die wienstation Arbeitsraum für die Konzeption und Durchführung von Kunstprojekten. Im Unterschied zum „privaten“ Rückzugsraum, in dem „auratische Werke“ entstehen, ist die wienstation allerdings dem Prinzip „offener Raum“ verpflichtet: Ihre Infrastruktur steht für Kunstprojekte, Diskussionen, Feste u.s.w. zur Verfügung. Der architektonischen Transparenz des Raums mit seinen gläsernen Fassaden und den freien Sichtachsen entspricht der Schwerpunkt auf prozessualer Vermittlung und öffentlichem Diskurs. Neben der temporären Neubestimmung des Gebiets sollen auch auf längere Sicht Veränderungen erreicht werden. In diesem Sinn ist die wienstation selbst ein Projekt und Experiment öffentlicher Kunst. Die Planung der wienstation stammt vom Wiener Architekten Peter Rogl, das metallene Raumelement wurde von den beiden Bildhauern Gilo Moroder und Zsolt Szalai ausgeführt. Die 70 m² große wienstation ist mit Computer, Video-Rekordern, TV-Screens, Projektionsleinwänden und Musikanlage ausgerüstet.
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[wienstation, Foto: Konrad Rainer]
Foto 1: Marianne Greber
Foto 2 und Titelbild: Konrad Rainer

