station 4: carina

station 4: carina, 1997/1998 (trans wien)

Drei Wochen lang wurde das Café Carina, ein altes Stadtbahncafé, Lebensmittelpunkt von trans wien und kooperierenden KünstlerInnen. Eine Herausforderung stellte die Aufgabe dar, als Eindringlinge in den bisherigen Besucherkreis Akzeptanz oder besser: Interesse zu erreichen, als Minimalziel wollten wir niemanden aus dem Café Carina vertreiben. Veranstaltungen wie ein home-movie Abend oder „private Plattenreiter“ fanden zum Schwerpunkt „öffentlich - privat“ statt. Ein wichtiges Thema in den Diskussionen mit den Gästen des Lokals waren die Konsequenzen des damals bereits angelaufenen EU-Projekts Urban Wien Gürtel Plus. Die Anrainer wussten nicht oder oft widersprüchlich über das Projekt Bescheid und sie fühlten sich übergangen (in dem Sinn, dass „über sie hinweg geplant“ würde). Unter dem Titel Zukunft Gürtel organisierte trans wien einen umfassenden Informationsabend zum EU-Projekt Gürtel Plus mit allen zuständigen MagistratsbeamtInnen im Café Carina: Die Umkehrung der üblichen Richtung des Informationsstroms war dabei unser Ziel. Nicht zuletzt durch diese Impulse und die zahlreichen Medienberichte ist das Café Carina heute ein florierendes Lokal mit ungewöhnlicher Publikumsmischung und zahlreichen kulturellen Veranstaltungen. Gäste: Austria Filmmakers Cooperative, Cynthia Schwertsik, Susanne und Zsolt Szalai u.a.


Das Photo von Lena Deinhardstein zeigt die Crew des Café Carina