station 5

station 5

station 5.1 aperto

Ort: Café Carina
Termin: 8. April 1998

Im Rahmen der von Ursula Heindl organisierten „Aperto 98“ errichtete trans wien im Café Carina eine Rauminstallation mit dem Titel „Osterputz“. Diese Installation bestand in einer Evozierung des „horror vacui“, einer vorübergehenden Umwandlung des klassischen, mit Memorabilien übersäten Gaststättenraums in einen „Kunstraum“, die in Umkehrung der realen Ausgangssituation die Illusion eines Lokals in statu nascendi bewirkte.
Teil dieser Arbeit waren eine Video- und Audioinstallation sowie eine Musikperformance von Wolfgang Seierl, Wilfried Satke und Kurt Deixler.

station 5.2 readme

Ort: Café Carina
Termin: 5. Juni 1998

Die trans wien-Mitglieder Michael Bananenstingl, Hr.pBert und Mandi von den Cosmos
beteiligten sich an einem Workshop zum Thema „Dimensionen und Visionen von Kunst und Kultur im urbanen Raum“ (veranstaltet von der „Arge Gürteltier“).
Der Beitrag bestand aus einer Aktion, die einerseits die Lese- und Papierkultur im Rahmen von Workshops und Symposien, und andererseits verkehrstechnische Probleme urbaner Räume in kommunikativer und sexueller Hinsicht ironisch thematisiert.
Dazu wurden 300 flyer, 500 Disketten unbekannten Inhalts und 100 abgegriffene hardcore- und Kontaktmagazine als Unterlagen für die WorkshopteilnehmerInnen zur Verfügung gestellt.

station 5.3 carina now

Ort: Platz vor dem Café Carina
Termin: 27. Juni 1998

Als Gemeinschaftsprojekt von trans wien und dem Café Carina errichtete der ungarische Künstler Zsolt Szalai eine „Schanigarteninstallation“, die sowohl den Ort als sozialen Knotenpunkt (Schnittstelle zwischen dem „bürgerlichen“ 8. Bezirk und dem von unterschiedlichen Ethnien geprägten 16. Bezirk) berücksichtigte, als auch einen ästhetischen Bezug zur Architektur von Otto Wagner herstellte. Die Musikbeilage lieferte das DJ-Duo „Susi und Robert“.

station 5: museum gürtel

Ort: wienstation (Stadtbahnbogen 28)
Termin: 31. Dezember 1998 - Anfang Februar 99

trans wien zieht im Frühjahr 1999 in einen Stadtbahnbogen am Gürtel, in die „wienstation“.
Der Bogen ist vorerst noch eine Baustelle, und wir nützen die Zeit bis zum endgültigen Umbau und eröffnen dort ab Sylvester ein temporäres „Museum“.
Ausgangspunkt des Projekts ist die Errichtung einer Basisinstallation von Zsolt Szalai, die den symbolischen Museumsbau repräsentiert. Danach soll die „Sammlung“ Tag für Tag von anderen Künstlern erweitert werden, die einerseits mit weiteren Eingriffen die Ausgangsinstallation erweitern und fortsetzen, und andererseits die Grundkonstruktion als Ausstellungsfläche benützen.

Den Schlußpunkt der Aktion bildet ca. Anfang Februar eine Versteigerung und die Verleihung der neugeschaffenen trans wien-Preise (2 x öS 1000,-).
Damit möchten wir der Bedeutung von Preisen und Auszeichnungen für die Künstlerbiografien Rechnung tragen und einen Beitrag zur Erhöhung des sozialen Kapitals leisten.